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Infusion (Darreichungsform) – kurz & praxisnah

  • Definition: Sterile, pyrogenfreie, meist wässrige Zubereitungen, die über einen längeren Zeitraum in größeren Volumina parenteral verabreicht werden (v. a. intravenös; seltener intraarteriell oder subkutan z. B. bei Insulin-/IgG‑Therapien).
  • Ziel: Sichere und präzise Steuerung der Wirkstoff- oder Flüssigkeitszufuhr (Volumen- und Elektrolytausgleich, Parenteralnutrition, konti­nuierliche Arzneigabe).
  • Eigenschaften: Partikelfrei, isoton bzw. definiert osmotisch, geeigneter pH‑Bereich, kompatibel mit Applikationsmaterialien; häufig Licht‑ und Oxidationsschutz erforderlich.
  • Geräte/Applikation: Infusionsbeutel oder ‑flaschen, volumetrische Pumpen/Spritzenpumpen, Inline‑Filter (i. d. R. 0,2 µm für wässrige Lösungen; 1,2 µm bei Lipidemulsionen).
  • Vorteile: 100 % Bioverfügbarkeit, schneller Wirkungseintritt, fein titrierbar, Umgehung des GI‑Traktes.
  • Risiken: Venenreizung/Phlebitis, Katheter‑assoziierte Infektionen, Extravasation, Fehl‑/Überdosierung, Luftembolie; Kompatibilitäts- und Stabilitätsprobleme (z. B. Ca/Phosphat in TPN).
  • Typische Beispiele: Elektrolyt‑ und Glukoselösungen, Aminosäuren-/Lipid‑Emulsionen, Antibiotika, Zytostatika, Analgetika, Sedativa.
  • Kennzeichnung/Qualität: Klarer Wirkstoff‑/Konzentrations‑/Volumen‑ und Flussraten‑Vermerk, Haltbarkeit/Charge; aseptische Herstellung nach geltenden Leitlinien/SOPs.
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