depot penicillin / Benzylpenicillin‑Benzathin Verfügbarkeit

Depot‑Penicillin / Benzylpenicillin-Benzathin Lieferengpass - shortage

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Depot‑Penicillin / Benzylpenicillin-Benzathin Lieferengpass - shortage

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Für Benzylpenicillin‑Benzathin (Depot‑Penicillin, i. m.) wurde vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) im Januar 2026 ein offizieller Versorgungsmangel bekannt gemacht. Damit liegt kein bloßer Lieferengpass mehr vor, sondern eine kritische Versorgungslage.
Die Restbestände des einzigen in Deutschland zugelassenen Präparats werden in absehbarer Zeit vollständig aufgebraucht sein.

Der Engpass war seit Sommer 2025 absehbar und hängt mit Produktionsumstellungen und Verzögerungen beim Zulassungsinhaber zusammen. 

Die Reichweite der Überbrückungsbestände war ursprünglich nur bis Anfang / 1. Quartal 2026 geplant.

Der Wirkstoff ist therapeutisch schwer substituierbar und wird u. a. verwendet für:

  • Langzeit‑Prophylaxe bei Streptokokkeninfektionen
    (z. B. Rezidivprophylaxe beim rheumatischen Fieber, Schutz vor rheumatischer Karditis)
  • Therapie der Syphilis (Standardtherapie, einmalige oder serielle i. m. Injektion)

Gerade bei diesen Indikationen gelten Alternativen häufig als weniger wirksam oder weniger adhärenzfreundlich.

Mit der offiziellen Feststellung des Versorgungsmangels gelten Sonderregelungen:

  • Erleichterter Einsatz von Importarzneimitteln
    (auch ohne deutsche Kennzeichnung)
  • Befristete Abweichungen von Zulassungsvorgaben, um die Versorgung aufrechtzuerhalten
  • ✅ Koordination über BMG, BfArM und Beirat für Liefer‑ und Versorgungsengpässe

Diese Maßnahmen dienen ausdrücklich dazu, die Patientenversorgung auch nach Abverkauf der letzten deutschen Bestände sicherzustellen.

Gern beraten wir Sie zur aktuellen Versorgungslage und noch verfügbaren Beständen.

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